Brian Lee Durfee: Der Mond des Vergessens

||Brian Lee Durfee: Der Mond des Vergessens

Brian Lee Durfee: Der Mond des Vergessens

Von | 2018-05-07T17:16:22+00:00 08. Mai 2018|Tags: , , |0 Kommentare

In den nächsten Wochen haben wir ganz besondere Buchtipps für Sie! Denn sie stammen diesmal gar nicht von uns, sondern von den wahren Experten, nämlich von Ihnen, unseren Kunden. Wir bekommen immer so viele tolle Tipps, die uns zu großartigen Büchern führen. Auf diese Bücher wären wir ohne Sie wahrscheinlich gar nicht aufmerksam geworden. Deshalb lenken wir im Mai den Blick auf Bücher, die Sie uns ans Herz legen und bedanken uns für Ihre spannenden Buchtipps!

Sandra Musculus empfiehlt:

Ein Buch aus der Hobbit Presse. Mein erster Gedanke: „Das kann doch eigentlich nur gut sein!“ Mit über 800 Seiten High-Fantasy weckt Brian Lee Durfee die Hoffnung auf spannendes Lesevergnügen.

Das Äußere

Das Buch kommt in der gebundenen Ausgabe eher unscheinbar daher, so zumindest mein Eindruck. Der Einband ist in Grau- und Rot-Tönen gehalten, etwas düster. Leider handelt es sich um glattes Papier ohne jegliche Prägung oder aufgebrachten Lack, der bei manchen Fantasy-Büchern schon das Anfassen zu einem Erlebnis macht. Klar, es geht um den Inhalt, aber ich mag es, wenn auch die Aufmachung liebevoll und hochwertig ist, besonders bei gebundenen Ausgaben.

Zumindest verspricht das Motiv auf dem Einband – ein Ritter samt Schlachtroß in Rüstung, eine dunkle Burg, stürmische Wolken und funkensprühendes Feuer – große Schlachten und mystische Stimmung.

Die inneren Werte

Anfangs tat ich mich schwer, in die Geschichte hinein zu finden. Die einzelnen Kapitel handeln von unterschiedlichen Personen, sind gerade lang genug, die handelnde Person zu spüren, dann enden die Kapitel und es geht mit der nächsten Person weiter. So tat ich mich schwer, eine Beziehung aufzubauen. Doch wenn man sich an diese Art des Erzählens gewöhnt hat, findet man immer mehr zu den handelnden Personen. Und das ist das Geheimnis dieses Buches, wenn man es dann so nennen will: Viele unterschiedliche Personen, die Handlungsstränge jeweils um sie herum erzählt, Perspektivwechsel und auch emotionale Wechsel. So hat das Buch ein ganz eigenes Tempo und je tiefer man in die Geschichte eindringt, umso mehr fesselt sie. Ab ungefähr der Mitte des Buches habe ich einen Suchtfaktor empfunden, wollte mehr wissen. Und dann geht alles ganz schnell, die Handlung überschlägt sich, das Buch nähert sich dem Ende und viele Fragen bleiben offen.

Bis auf eine Frage: Will ich den zweiten Band lesen? Ja, sofort!

„Die fünf Kriegerengel“ hat alles, was ein guter Fantasy-Roman in meinen Augen benötigt: Eine eigene Welt, ein „Gesellschaftssystem“ mit Konfliktpotential, einen besonderen Glauben bzw. eine Religion, die für Zerwürfnisse sorgt und Helden. Männliche Helden, weibliche Helden, vermeintliche Helden. Sogar einen vierbeinigen Helden.

Für mich eine klare Lese-Empfehlung, Brian Lee Durfee findet einen schönen Mittelweg zwischen Kampfszenen, politischen Ränkeschmieden und persönlichen Geschichten.

Das Buch ist 2018 bei Klett-Cotta erschienen (€ 25,00).

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